Literatur zum Thema

Literatur und Quellen

Anbieter von Medienresonanzanalysen

Hier ein Überblick der Branche für Medienanalysen zum aktuellen Zeitpunkt. Es hat sich eine Menge getan in den letzten zwanzig Jahren. Damals startete Kohtes & Klewes die ersten Analysen. Mittlerweile belebt eine rege Konkurrenz das Geschäft und versorgt die steigende Nachfrage nach professionellen Analysen.

Anbieter von Medienresonanzanalysen 
(Entnommen aus dem Handbuch: "PR-Evaluation und Kommunikations-Controlling" von Nanette Besson 2012). 
Stand: Juni 2012

Anbieter Adresse Website
altares Mediamonitoring GmbH Wiesenstraße 21a, 40549 Düsseldorf www.mediamonitoring.de 
aserto Kommunikationsanalysen und Beratung GmbH & Co. KG Kriegerstr. 44, 30161 Hannover www.aserto.de 
Asset Vision Dieselstrasse 13, 61191 Rosbach v.d.Höhe www.assetvision.de 
Ausschnitt Medienbeobachtung Gneisenaustraße 66, 10961 Berlin www.ausschnitt.de 
blätterwald GmbH Oranienburger Straße 27, 10117 Berlin www.blaetterwald.org 
Blue Moon Communication Consultants GmbH Friedrichstraße 8, 41460 Neuss www.bluemoon.de 
Breitenbach Media Aachener Str. 233 - 237, 50931 Köln www.breitenbachmedia.de 
Cision Germany GmbH Hanauer Landstr. 291 b
60314 Frankfurt a.M. 
http://de.cision.com/
com.X Institut Ehrenfeldstr. 34, 44789 Bochum www.comx-forschung.de
COMDAT Medienforschung GmbH Raesfeldstr. 38, 48149 Münster www.comdat.de  
ComMenDo Agentur für UnternehmensKommunikation GmbH Hofer Straße 1, 81737 München www.commendo.de
evaluamus GmbH Schillerstraße 56, 68535 Edingen-Neckarhausen www.pr-evaluation.com
FAZ Institut / Prime research Mainzer Landstraße 199, 60326 Frankfurt a.M. www.faz-institut.de 
General Media GmbH Kastanienallee 94, 10435 Berlin www.general-media.de
GESO GmbH Rheinstraße 1, 55294 Bodenheim www.geso-pr.de  
Infopaq deutschland GmbH ex Cision Stammheimer Straße 10, 70806 Kornwestheim www.infopaq.de
Infoselekt Augustenstr. 91, 70197 Stuttgart www.infoselekt.de
Kantar Media (ex-TNS Media Intelligence PressWatch) Barmbeker Straße 2, 22303 Hamburg www.kantarmedia.de
Ketchum Pleon Bahnstraße 2, 40212 Düsseldorf www.ketchumpleon.de
Landau Media AG Friedrichstraße 30, 10969 Berlin www.landaumedia.de
Lautenbach Sass Westhafenplatz 1, 60327 Frankfurt a.M. www.lautenbachsass.de
Media Tenor International Alte Jonastr.48, CH – 8640 Rapperswil www.mediatenor.de
Meta Communication International GmbH Solmsstraße 4, 60486 Frankfurt a.M. www.metacommunication.com
Newbase GmbH Rödingsmarkt 14, 20459 Hamburg www.newbase.de
PMG Presse-Monitor GmbH Markgrafenstr. 62, 10969 Berlin www.pressemonitor.de 
pressrelations GmbH Klosterstraße 112, 40211 Düsseldorf www.pressrelations.de 
twocommit Group Bohlstr. 9, 78465 Konstanz www.medien-resonanzanalyse.de
Unicepta Ges. f. Medienanalyse mbH Salierring 47–53, 50677 Köln www.unicepta.de


Ausschnittdienste in Deutschland Stand Juli 2012

Clippings sind die Basis für die Evaluation der Pressearbeit. Sie sind leicht verfügbar und auf schnelle Art zu erfassen und auszuwerten. In Form von Medienresonanzanalysen bieten Clippings einen ersten Überblick darüber, wie Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation in den Medien dasteht. Diese Information kann als Grundlage für eine systematisch geplante Kommunikation dienen: Es werden Stärken und Schwächen aufgedeckt und Handlungsfelder identifiziert. Daher ist die Auswahl eines Ausschnittdienstes der erste Schritt auf dem Weg zur Erfolgsoptimierung! Hier eine Auswahl deutscher Ausschnittdienste:

Name
Anschrift
Website
altares Mediamonitoring GmbH
Wiesenstr. 21a, 40549 Düsseldorf
www.altares.de
Ausschnitt Medienbeobachtung
Gneisenaustr. 66, 10961 Berlin
www.ausschnitt.de
blueReport - cognita Deutschland GmbH
Chausseestr. 86, 10115 Berlin
www.bluereport.net
Breitenbach Media
Aachener Str. 233 - 237, 50931 Köln
www.breitenbachmedia.de
Cision Germany GmbH
Hanauer Landstr. 291 b, 60314 Frankfurt a.M. 
www.de.cision.com
Com Vision Betreibergesellschaft mbH
Alter Holzhafen 17 c, 23966 Wismar
www.comvision.tv
ddp direct
Reinhardtstraße 52, 10117 Berlin
www.ddpdircet.de
Echobot Media Technologies GmbH
Lorenzstr. 29, 76135 Karlsruhe
www.echobot.de
ethority GmbH & Co. KG
Büschstr. 7, 20354 Hamburg
www.ethority.de
Infopaq Deutschland GmbH
Stammheimer Str. 10, 70806 Kornwestheim
www.infopaq.de
Kantar Media GmbH (ex TNS Media Intelligence PressWatch)
Barmbeker Str. 2, 22303 Hamburg
www.kantarmedia.de
Landau Media AG
Friedrichstr. 30, 10969 Berlin
www.landaumedia.de
MAD Medizinischer Ausschnitt - Dienst OHG
Kur-Kölner-Straße 46, 57632 Peterslahr
www.medizinischer-ausschnitt-dienst.com
mediaclipping GmbH
Schlachte 12-13, 28195 Bremen
www.mediaclipping.de
mediatpress
Reinsburgstr. 72, 70178 Stuttgart
www.mediatpress.com
Meltwater News, Press, Buzz
Rotherstr. 22, 10245 Berlin
www.meltwater.com
Meta Communication International GmbH
Solmsstr. 4, 60486 Frankfurt a.M.
www.metacommunication.com
news aktuell GmbH
Mittelweg 144, 20148 Hamburg
www.newsaktuell.de/monitoring
net-clipping UG
Buchenstr. 12, 01097 Dresden
www.net-clipping.de
PMG Presse-Monitor GmbH
Markgrafenstr. 62, 10969 Berlin
www.pressemonitor.de
press1 - HighText Verlag
Wilhelm-Riehl-Str. 13, 80687 München
www.press1.de
PresseBox - UNITED NEWS NETWORK GmbH
Lorenzstr. 29,
76135 Karlsruhe
www.pressebox.de
pressrelations GmbH
Klosterstr. 112,
40211 Düsseldorf
www.pressrelations.de
SPAD Presse- und Ausschnittdienst GmbH
Ludwigstrasse 8, 01097 Dresden
www.spad-dresden.de
Unicepta Ges. f. Medienanalyse mbH
Salierring 47-53, 50677 Köln
www.unicepta.com



Entnommen aus dem Handbuch: "PR-Evaluation und Kommunikations-Controlling" von Nanette Besson 2012. Alphabetische Reihenfolge. Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Stand Juli 2012.
Für Ergänzungen und Änderungen bitte eine Mail an besson@pr-evaluation.de !
Dr. Nanette Besson
evaluamus GmbH. Dr. Besson Evaluationsberatung.

Rezension "Medienresonanzanalyse" von Juliana Raupp und Jens Vogelsang




Prof. Dr. Juliana Raupp lehrt Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität in Berlin. Sie ist die Schülerin und Nachfolgerin der "Mutter" der PR-Evaluation in Deutschland, Prof. Dr. Barbara Baerns. Im Mai 2009 veröffentlichte sie zusammen mit Jens Vogelsang, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter an der Universität Hohenheim, das Buch zur "Medienresonanzanalyse - Eine Einführung in Theorie und Praxis" als Lehrbuch im VS Verlag. Der einprägsame Titel verspricht viel für den interessierten PR-Praktiker. Das Buch ist jedoch wohl eher für Studierende und Wissenschaftler von Interesse. Es beschreibt das gesamte theoretische Gerüst der Medienresonanzanalyse von Medien in Deutschland über das Wesen des Journalismus und der Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu den verschiedenen Medienwirkungstheorien. Die Medienresonanzanalyse wird als wissenschaftliches Instrument der Kommunikationswissenschaft betrachtet, das das Zusammenspiel von Journalismus und PR untersucht. In diesem Sinne sei jede Medienresonanzanalyse (Mera) eine Input-Outputanalyse, so Raupp.
Der Einsatz der Mera in der PR stelle ein Anwendungsfeld dar. Zu der Einordnung in diesen Kontext stellt Raupp die Public Relations in Theorie und Praxis kurz dar. Mit dieser Darstellung beschließt Raupp den ersten Teil des Buches, der ähnlich einer wissenschaftlichen Arbeit die gesamte theoretische Einordnung in das Forschungsumfeld beinhaltet.
Im zweiten Teil des Buches stellt Raupp die Konzeption und Durchführung einer Beispielanalyse für das Max-Planck-Institut vor. Hier geht es nun wirklich wissenschaftlich zu: Schon das "Wording" verweist darauf: Forschungsfrage, Untersuchungsobjekt und -einheit, Stichprobe, Grundgesamtheit, Variablen, Feldphase etc. sind die Fachbegriffe, die einem PR-Praktiker doch recht fremd vorkommen müssen. Das Vorgehen wird absolut transparent und nachvollziehbar dargestellt und entspricht mit Sicherheit allen wissenschaftlichen Gütekriterien.

Ich erstelle Medienresonanzanalysen für Unternehmen und Organisationen seit 1996. Ich habe die Mera nie aus wissenschaftlicher Sicht betrieben. Daher kam mir diese wissenschaftliche Herangehensweise fast befremdlich vor. In der Praxis werden die meisten dieser Schritte durchaus eingehalten, sie werden allerdings sprachlich einfacher dargestellt: Wir legen gemeinsam mit dem Kunden einen Evaluationsplan fest, in dem wir entscheiden, welche Medien über welchen Zeitraum beobachtet werden sollen, in welcher Tiefe Quantität und Inhalte der Bericht zu erfassen sind und unter welchem Gesichtspunkt die Analyse durchgeführt werden soll. Durch die enge Abstimmung mit dem Kunden (z.B. was ist für ihn positiv?) und Kontinuität beim Einsatz der Kodierern wird Reliabilität sichergestellt. Die Input-Output-Analyse ist jedoch eigentlich nur ein Aspekt der Auswertung, der auch nicht obligatorisch ist. Oft interessiert auch einfach nur die Quantität der Medienberichte oder inhaltliche Aspekte wie Botschaften oder genannte Persönlichkeiten. Wir vermeiden es in unserer Agentur, mit zu vielen "Koeffizienten" und "Quotienten" zu hantieren. Wenn die Ergebnisse allgemeinverständlich dargestellt und beschrieben werden, erzeugen sie mehr Eindruck und Verständnis bei Vorgesetzten und Geschäftsführern.

Das Buch ist daher doch eher für Wissenschaft und Forschung interessant und wird dem PR-Praktiker keinen direkten Mehrwert für seine praktische Arbeit geben. Es ist jedoch gut zu lesen und sehr logisch strukturiert mit vielen Definitionen. Es ist sehr zu begrüßen, dass das Feld der PR-Evaluation mit Hilfe dieses Buches weiter akademisiert und professionalisiert wird.

Rezension "Medienanalyse" von Thomas Wägenbaur (Hrsg.)


Nicht mehr ganz neu, aber noch verfügbar:

Der Sammelband „Medienanalyse“ bietet ein breites Spektrum von Informationen zu Medienanalysen, von rein wissenschaftlich bis fast werblich orientierten Aufsätzen. Es kommen sowohl Dienstleister zu Wort, die vor allem ihre Produkte präsentieren, als auch Wissenschaftler, die Medienanalysen von wissenschaftlichem Niveau darstellen. Den Einstieg bietet der im Moment führende Professor in Sachen Medienanalyse und PR-Evaluation, Prof. Dr. Klaus Merten. Dieser beginnt den Band nach einer kurzen theoretischen Einweisung mit der erneuten Darstellung seiner brisanten Kritik an den Analysemethoden des (damals noch)Instituts „Medien Tenor“, die bereits vor einiger Zeit hohe Wellen geschlagen hat. Merten folgen einige Aufsätze von Dienstleistern, vor allem Vertretern von Ausschnittdiensten, die nacheinander ihre Produkte darstellen. Die Tiefe und Relevanz der dargestellten Methoden ist unterschiedlich. Es gibt Berichte, die für spezielle, fertige Analysen werben, welche, die bestimmte Kennzahlen (z.B. Werbeäquivalenzwert) hervorheben, und Berichte, die die Verknüpfung von Umfragen mit Medienanalysen anpreisen. Die fundiertesten Darstellungen von praxisorientierten Medienanalysen finden sich bei Moorkens (Ausschnitt) und Mommert (Landau Media) – wobei jeweils die dazugehörigen Darstellungen von Umfrageergebnissen, die mit den Medienanalysen in Bezug gebracht werden, oberflächlich bzw. unsystematisch erscheinen. Die wissenschaftlichen Ausführungen von Rainer Müller, Olaf Jandura und den Autoren Mike Friedrichsen und Astrid Kurad heben das Gesamtniveau angenehm an. Die Ausführungen von Christian Krüger zu Einsatzgebieten und Qualitätsmaßstäben von Medienanalysen verbreiten mehr Sachkompetenz als so manch anderer, praxisorientierter Beitrag. Aber die Medienanalyse lebt zweifelsohne in diesem Spagat zwischen wissenschaftlicher Inhaltsanalyse, wie Klaus Merten es fordert, und pragmatischen Ergebnisberichten, die bildhaft Ergebnisse präsentieren.
Abschließend fordert Walter Kraft die Medienmacher und Redaktionen provokativ auf, sich der Werbeindustrie kooperativer zu zeigen: Warum nicht direkt die Redaktion auf die Belange der Werbekunden abstimmen, damit „für alle“ der größte Profit herausspringt? Dem PR-Praktiker werden bei der Vorstellung, sich einem Journalisten mit diesem Vorschlag zu nähern, die Haare zu Berge stehen – widerspricht es doch journalistischen Ethikvorstellungen und moralischen PR-Werten völlig.
Der Sammelband bietet einen interessanten Überblick über das Thema Medienanalyse. Die Struktur des Bandes ist nicht ganz nachvollziehbar – eine Unterteilung von Dienstleisterberichten und wissenschaftlichen Beiträgen sowie Kommentaren zum System Medienresonanzanalyse allgemein wäre empfehlenswerter, um die spezielle Situation dieses Fachbereiches zu verdeutlichen. Da es jedoch bisher zu dem Thema Medienanalyse wenig Literatur gibt, stellt dieses Werk auf jeden Fall einen Meilenstein in der weiteren Etablierung dieses Evaluationsinstruments Nr. 1 dar.
Praktischer Nutzen wird bedingt zur Verfügung gestellt: ein Bruchstück des aktuellen Dienstleisterangebots auf dem Markt der Medienresonanzanalyse wird geboten, Haedrich versucht zu zeigen, wie Medienresonanz in Eigenregie analysiert werden kann. Merten und Krüger zeigen Qualitätsmaßstäbe und Einsatzmöglichkeiten der Analysen auf. Die wissenschaftlichen Beiträge bieten einen Einblick in sozialwissenschaftliche Standards und Vorgehensweisen, derer sich ein Interessent von Medienanalysen habhaft machen sollte, um z.B. bei der Wahl eines Dienstleisters die Spreu vom Weizen unterscheiden zu können.
Rein formal und sprachlich weist der Sammelband erstaunlich viele Trennfehler und einige Flüchtigkeitsfehler auf, sogar in Überschriften (u.a. S. 93, 123, 215). Die Darstellungen sind teilweise sehr unscharf (S. 78, 175, 180). Seitenlange Darstellungen in Tabellenform gehören eher in einen Anhang als in einen Artikel (S. 70ff).

Dr. Nanette Besson
Edingen, 3. Mai 2007
Verfasst für die Zeitschrift "Publizistik"
Medienanalyse (2007) Thomas Wägenbaur (Hrsg.) Nomos Verlag.

Konzeption einer Medienresonanzanalyse

















In vielen Situationen ist es nicht sinnvoll bzw. angemessen, eine Medienresonanzanalyse von einem externen Dienstleister einzukaufen - sei es aus kosten- oder aus inhaltlichen Gründen (z.B. wenn die relevanten Medien so spezifisch sind, dass sie gar nicht vom Ausschnittdienst geclippt werden). Dann gibt es die Möglichkeit, selbst eine Mera zu erstellen. Anleitungen dazu gibt es z.B. in meinen Workshops bei http://www.oeffentlichkeitsarbeit.de/ oder in Selbststudium mit Hilfe des Handbuchs "Medienresonanzanalyse DO-IT-YOURSELF" (über Amazon oder direkt bei uns zu bestellen).
Bevor man aber mit der Datenerfassung beginnt, stellt sich die Frage, was man überhaupt erfassen will. Dazu hier eine kleine Anleitung:

1. Warum wollen Sie eine Medienresonanzanalyse erstellen?
Als Erfolgskontrolle der gesamten PR-Arbeit oder eines Projektes? Als Issues Management Tool, um neuen Themen auf die Spur zu kommen? Oder als Frühwarnsystem, um kritischen Issues frühzeitig begegnen zu wollen? Die Antwort auf diese Frage leitet die Entscheidung zur Basis der Analyse an: Festlegung des Suchbegriffs, der Medienauswahl und des Zeitraums.

2. Nachdem diese grundlegenden Kriterien fest stehen, geht es um die Festlegung der Erhebungsdaten: Basisdaten können sein: die Anzahl der Artikel, die Auflage, evt. die Reichweite und der Werbeäquivalenzwert (auch wenn der strittig ist, so stellt er für viele eine dankbare Größe dar). In manchen Branchen zählt vor allem die Reichweite, die in Beziehung zur Zielgruppe gesetzt wird. In anderen wiederum stellt die Artikelzahl die wichtigste Größe dar.

3. Sie haben sich bereits für die Basisgrößen Ihrer Analyse entschieden. Nun geht es ans Eingemachte: Medien, Themen, Medienart, Datum bzw. Monat sind grundlegende Erfassungskriterien. Damit können Sie Trends in der Berichterstattung aufzeigen, die Themenverteilung darstellen, TOP Medien identifizieren und eine Analyse der wichtigsten Medienart durchführen.

4. Wirklich interessant wird eine Mera aber erst, wenn es auch um inhaltliche Fakten geht: Eine Input-Output-Kontrolle bietet eine erste Erfolgskontrolle Ihrer Pressearbeit. Die Wertung der Artikel ist wichtig, um z.B. kritische Themen zu erkennen. Eine Botschaftenkontrolle kann nur stattfinden, wenn Sie vorher Botschaften definiert haben - in der Praxis noch immer nicht überall gängig... Vielleicht interessiert es Sie, welche Journalisten über Sie schreiben, oder wer in Ihrer Medienresonanz zitiert wird.

5. Strukturelle Kriterien der Medienresonanz stellen die regionale Zuordnung, die Länge und Positionierung, der Bildanteil und die Art des Artikels dar. Vielleicht spielen auch Farben in Ihrem CD eine Rolle und können in der Medienresonanz kontrolliert werden.


Alle diese Faktoren werden gesammelt und als Summen, Mittelwerte, TOPs und FLOPS und Trendverläufe dargestellt. Die Auswahl der wichtigsten Grafiken ist eine sehr individuelle Entscheidung und wird für jedes Unternehmen etwas anders ausfallen. Daher ist es wichtig, ein individuelles System aufzubauen. Der Aufwand ist individuell zu bestimmen. Er sollte für den Anfang möglichst gering gehalten werden. Zunächst kann auch eine fünfseitige Präsentation beeindrucken - ausbauen und verfeinern kann man die Analyse später immer noch.


Die Hauptsache ist es, überhaupt erstmal mit einer Evaluation zu beginnen . Damit nicht irgendwann jemand kommt und einfach Ihren Arbeitplatz oder Teile Ihrer Arbeit streicht - weil keiner weiß, was Sie mit Ihrer Arbeit bewegen.

Das Standardinstrument der PR-Evaluation

Die Medienresonanzanalyse (Mera) ist unangefochten das Paradeinstrument der PR-Evaluation. Meist wird es sogar gleichgesetzt mit dem Begriff - was natürlich der Evaluation nicht gerecht wird. Trotzdem ist die Mera bis heute das einzige wirklich "fertige" Instrument zur Erfassung, Bewertung und Steuerung in der organisierten Kommunikation. Auch wenn sie eigentlich nur eine standardisierte Inhaltsanalyse ist. Eine der vier sozialwissenschaftlichen Datenerhebungsmethoden: Beobachtung, Befragung, Inhaltsanalyse und Testverfahren. Für andere Bereiche der Evaluation, z. B. die Mitarbeiterbefragung, die Teilnehmerbefragung, die Nachbarschaftsbefragung, die Messebeobachtung u.a. hat sich (noch) keine anerkannte Standardisierung entwickelt. Es wird darüber kaum diskutiert oder geschrieben, die Berufsverbände interessieren sich eher für die globale Kommunikationssteuerung.

Die Medienresonanzanalyse indes hat bereits einige Literatur hervorgebracht. Seit Joachim Klewes und Susanne Femers Mitte der 90er Jahre den ersten Beitrag über die Mera veröffentlichten, sind zahlreiche weitere Artikel, Bücher und Blogbeiträge entstanden. Die ersten Veröffentlichungen sind mittlerweile gar nicht mehr verfügbar. (Wie gut, dass ich meine gesamte gesammelte Literatur horte :-)

Die Mera ist handlich, praktisch und gut. Sie ist u. a. einsetzbar als Nachweis der eigenen Effektivität. Ein dankbares Präsentationsinstrument für PR-Leiter und auch Geschäftsführer. Sie kann aber auch zur Situationsanalyse oder als Frühwarnsystem dankbare Dienste erweisen. Die Kosten können je nach Analysebasis variabel angepasst werden und die Analyse ist in flexiblen Intervallen und innerhalb einer akzeptablen Zeit nach z. B. einem Presseevent verfügbar. Nicht so wie Meinungsforschung, die meist nur jährlich Sinn macht.

Die Analyse bietet einen Überblick über die veröffentlichte Meinung. Dabei ist darauf zu achten, dass die Resonanz aus Onlinemedien, Blogs und sozialen Netzwerken sowie Presseportalen nicht in einen Topf geworfen werden. Die Medienresonanzanalyse stellt die veröffentlichte Meinung dar, die von Journalisten geschrieben wurde. Natürlich kann das Verfahren der standardisierten Inhaltsanalyse auch auf andere Inhalte ausgeweitet werden: Eine Analyse von Blogbeiträgen oder Kommentaren aus den sozialen Netzwerken gibt dankbares direktes Feedback der Zielgruppen. "Früher" mussten PR-Menschen zur Ermittlung von Zielgruppenmeinungen immer gleich teure Umfragen starten. Heute ist der Zugang zu einer Auswahl von Meinungen online-affiner Menschen im Netz kostenlos erhältlich. Dabei ist die Auswahl stets unrepräsentativ und auch nicht für jedes Thema erhältlich.

Dieser Blog trägt Beiträge zum Thema Medienresonanzanalyse zusammen. Es geht um generelle und aktuelle Aspekte der Analyse. Ich freue mich über Kommentare und begrüße Gastbeiträge! Bei Interesse bitte melden: info @ pr-evaluation.de

PREZI zum Thema!